Im letzten Winkel einer Gasse

„Wir lieben Harry Potter! Und Pizza!“ erklärt mir freudestrahlend der 19jährige Trung die zahlreichen Fotos an den Wänden, auf denen Charaktere des Fantasy-Klassikers in teils abgewandelter Form auf die Gäste schauen. Da klingt der abgewandelte Name der Pizzeria dann auch gleich wie ein Zauberspruch. Im Treppenhaus zu den oberen beiden Stockwerken schwingt  Harry  eine Pizzaecke gleich einem Zauberstab: „Amaro!“ Das Amano hat sich im hintersten Eck einer kleinen Gasse unweit des Ben Tanh Markts versteckt und entpuppt sich in jeder Hinsicht als  ein ganz besonderes vietnamesisch / italienisches Restaurant. Weiterlesen

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Das Quartier über dem verrückten Eismacher

Zu den wichtigsten Kriterien bei der Auswahl einer Unterkunft zählen für uns die Zugänglichkeit ggf. mit Aufzug, eigenes Bad, Fenster, eine praktikable Größe, die eventuell  auch einen kleinen Schreibplatz anbietet, und natürlich Lage, Lage, Lage. Möglichst zentral sollte es schon sein, nach der Entfernung zum Zentrum lässt sich meist gut sortieren. Auf die Fotos des Anbieters kann man sich nur bedingt verlassen, auch wenn sie bereits einige Hinweise auf das Vorgenannte geben können. In Abwandlung von Churchills Statistik-Zitat gilt: „Trau keinem Foto, dass Du nicht selber harmonisiert  hat.“ Weiterlesen

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Von der Unverfügbarkeit…

Eine von Blinden angebotene Massage ist nur einen Block von unserem Hotel entfernt. Wie sich herausstellt, die Beste auf der ganzen Reise. Leider ist heute nur eine Masseuse verfügbar, und ich lasse Cosy den Vortritt. Im Vorraum irritiert im ersten Moment  der auf einer Ablage in Kopfhöhe montierten improvisierte Hausaltar. Hinter der Schale mit den Räucherstäbchen ersetzt eine Strichzeichnung an der Wand die Stelle der üblichen Buddhafigur. Und auch die beiden Buddha-Statuen von zwei alternativen Hausaltären schweben eingepackt in Plexiglasgehäusen auf einer weiteren Ablage über den Köpfen. Weiterlesen

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Der Geruch von Kaffee…

…hat uns vor dreizehn Jahren in My Tho auf die Spur gebracht. Keine Trommeln und Gongs einer Pagode oder Kirchenglocken, keine Parteiparolen oder  Kindergeschrei einer benachbarten Schule. Damals weckte uns der Geruch von frisch geröstetem Kaffee. Denn zwei Blocks hinter unserem damaligen Quartier befand sich eine Kaffeerösterei. Wir haben uns diesmal zwar etwas weiter ein Hotel gesucht, marschieren aber tapfer eine Stunde an der Uferpromenade des Mekong entlang und suchen nach der richtigen Seitengasse, in der sich das  Cà Phê Quắn versteckt. Weiterlesen

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Waldspaziergang mit Langboot

Beim Frühstück entscheiden wir uns spontan zu einer Halbtagstour in das Lung Ngoc Hoang Naturschutzgebiet. Das Reservat etwa anderthalb Autostunden  von Can Tho entfernte  2.800 Hektar großes Feuchtgebiet gilt als die „grüne Lunge“ des Mekong-Deltas. Wir haben Glück und können über Get-Your-Guide kurzfristig eine Tour am Nachmittag buchen. Ein Paar aus dem Wallis hatte bereits am Vortag gebucht, so dass mit uns das Minimum der Teilnehmer erreicht ist. Weiterlesen

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Mit dem Express-Boot zurück aufs Festland

Unser Fahrer Tai Duc ist einfach jeden Dong wert. Morgens um halb Neun holt er uns am Hotel ab und bringt uns zum 15 Kilometer entfernten Hafen Bai Vong, auf der gegenüberliegenden Seite der Insel. Von dort  aus soll es mit dem Phu Quoc Express aufs Festland nach Rach Gia gehen soll. Auf halber Strecke hält er an einer Verkaufsstelle für die Tickets. Der Vorteil: Da es direkt an der Anlegestelle keine Möglichkeit für den Ticket-Kauf zu geben scheint, kann er direkt aufs Pier zu den Booten fahren und erspart uns so, unsere Rucksäcke bis dorthin zu tragen. Weiterlesen

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Tempeltour und die Suche nach den Seesternen

Tempeltour und die Suche nach den Seesternen

Auch am zweiten Tag sind wir wieder mit Tai Duc unterwegs, der uns gleich nach dem Frühstück am Hotel abholt und zu dem, einer Meeresgöttin gewidmeten kleinen Dinh Cậu Tempel am Fischereihafen bringt, den wir gestern Abend in der Dämmerung beim Essen in ein einem Fischrestaurant auf der anderen Seite der Mole nur schemenhaft erkennen konnten. Heute Morgen haben kräftige Windböen den Himmel leergefegt und der kleine Felsen mit dem blau-weißen Leuchtturm und der kleinen Pagode strahlt grell in der Sonne. Ideales Fotowetter für weitere Entdeckungen auf der Insel.

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Die längste Seilbahn der Welt

Wie lockt man möglichst viele Touristen auf eine ursprünglich ziemlich einsame Insel, wenn man sie zur Top-Destination des Landes entwickeln will? Neben den von der Natur spendierten endlosen Sandstränden, kann ein menschgemachter Rekord sicherlich nicht schaden. Die Hòn Thơm Seilbahn, die mit fast 8 km Länge (7.899,9 m) die Inseln Phú Quốc und Hòn Thơm verbindet, hat es zu einem Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde gebracht.. Aber was hat die „Perleninsel“ sonst noch zu bieten? Das kann man natürlich über ein Reisebüro mit unterschiedlichen Gruppentouren oder auf eigene Faust erkunden. Es trifft sich gut, dass Tai Duc, der uns gestern vom Flughafen zum Hotel brachte, das Angebot gemacht hatte, uns für rund 25 Euro sechs  bis acht Stunden zu den von uns  gewünschten Zielen zu fahren.

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Zwischenstopp mit ‚Eigenem Transfer‘

Phu Quoc liegt im Golf von Thailand und ist die größte Insel Vietnams. Obwohl Cosy bereits neunmal in Vietnam unterwegs war, lag die „Perleninsel“ bislang noch nicht auf einer ihrer Routen. Das lässt sich ändern, zumal ein Blick auf die Wetter-App verrät, dass es dort im Süden nicht nur deutlich wärmer sondern auch sonniger zu werden verspricht als in Hoi An, wo es sich bereits am Vortag deutlich eingetrübt hat und nachts der Regen auf die Wellblechdächer trommelte. Bleibt die Frage, wie man die rund 1.300 Kilometer lange Strecke am günstigsten bewältigt. Mit dem Bus wären es  locker 24 Stunden Fahrzeit, dann doch lieber mit dem Flugzeug. Direktflüge von Hoi An / Da Nang gibt es freilich keine, alternativ bietet die Viet Jet zwei Möglichkeiten mit einem Zwischenstopp entweder in Hanoi oder  Ho Chi Minh City.  Da ist man dann zwar nur noch vier oder fünf Stunden unterwegs. Einziges Handicap ist der Zwischenstopp.

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Einfühlungsvermögen

Eine Massage von Blinden haben wir schon bei unserem ersten gemeinsamem Besuch in Hoi An 2023 empfohlen bekommen und auch dieses Jahr wieder kurz vor Weihnachten in Hanoi in Anspruch genommen. Nicht allzu weit von unserem Quartier des letzten Jahres entfernt findet sich eine Möglichkeit. Blinde Masseure entwickeln durch ihre Sehbehinderung eine oft überdurchschnittliche taktile Wahrnehmung. Damit gelingt es ihnen scheinbar oft schneller, Problemzonen genauer zu lokalisieren und gezielter zu bearbeiten, als es ihren sehenden Kollegen möglich ist. Sie besitzen das wortwörtlich bessere „Einfühlungsvermögen“, wenn sie die Reaktionen des Körpers mit ihren Händen „lesen“ und die Intensität der Behandlung intuitiv anpassen.. Weiterlesen

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